Orientierung
Ohrgeräusche (Tinnitus)
„Ich habe ein Rauschen oder Piepen im Ohr“
Diese Seite hilft Ihnen einzuordnen, ob Ihre Beschwerde mit dem Kiefer zu tun haben könnte. Sie stellt keine Diagnose.
Schematische Darstellung, mit KI erstellt.
Wann es eher nicht der Kiefer ist
Das ist der wichtigere Teil, deshalb steht er zuerst:
- Wenn eine Hörminderung dazugehört
- Wenn es pulsierend im Takt Ihres Herzschlags auftritt
- Wenn es plötzlich und einseitig aufgetreten ist
- Wenn Schwindel oder ein Druckgefühl im Ohr dazukommen
- Wenn es sich durch Kieferbewegungen überhaupt nicht verändert
- Wenn es nach Lärmbelastung, nach einer Ohrenerkrankung oder unter einem neuen Medikament begonnen hat
Wann es der Kiefer sein kann
- Das Geräusch verändert sich, wenn Sie den Mund öffnen, den Kiefer zur Seite bewegen oder fest zubeißen
- Es tritt zusammen mit druckempfindlicher Kaumuskulatur auf derselben Seite auf
- An Tagen mit stärkeren Kieferbeschwerden wird auch das Ohrgeräusch stärker
- Druck auf einen Kaumuskelpunkt verändert das Geräusch hörbar
Was Sie wissen sollten
Ohrgeräusche und Kieferbeschwerden kommen häufig zusammen vor. Häufiges gemeinsames Vorkommen beweist aber keinen Ursachenzusammenhang. Die vorliegenden Studien sind Beobachtungsstudien. Sie können nicht klären, was zuerst da war und ob beides eine gemeinsame dritte Ursache hat. Wir können Ihnen deshalb nicht versprechen, dass eine Kieferbehandlung Ihre Ohrgeräusche bessert.
Was dahinterstecken kann
Falls der Kiefer beteiligt ist, sind das die Themen, die dazu passen:
Kaumuskelschmerz Wenn Wange oder Schläfe beim Kauen schmerzenWichtig: In den oben genannten Fällen gehört zuerst die HNO-ärztliche Abklärung, nicht der Kiefer.
Nicht jeder Befund ist behandlungsbedürftig.
Entscheidend sind Ihre Beschwerden, die funktionellen Einschränkungen sowie deren klinische Einordnung, nicht ein Bild allein. Daher ist eine persönliche Untersuchung Voraussetzung für eine Diagnose.
Nicht jeder Befund ist behandlungsbedürftig.
Entscheidend sind Ihre Beschwerden, die funktionellen Einschränkungen sowie deren klinische Einordnung, nicht ein Bild allein. Daher ist eine persönliche Untersuchung Voraussetzung für eine Diagnose.