Zum Inhalt springen
Ihr Behandlungsteam hat Ihnen dieses Modul vorbereitet. Nehmen Sie sich Zeit, und bringen Sie Ihre Fragen zum nächsten Termin mit.

Befund verstehen · Kopf und Gesicht

Kopfschmerz vom Spannungstyp

Drückender, meist beidseitiger Kopfschmerz

Ruhiger Kopf im Profil nach links. Eine breite, weiche warme Fläche zieht sich über Stirn und Schläfe um den Hinterkopf und veranschaulicht die mögliche Schmerzregion.

Meist beidseitig, drückend oder beengend, nicht pochend.

Schematische Darstellung, mit KI erstellt.

Was bedeutet dieser Befund?

Der Kopfschmerz vom Spannungstyp ist eine eigenständige primäre Kopfschmerzerkrankung.

Der Name beschreibt keine sicher nachgewiesene Muskelursache. Je nach Häufigkeit wird zwischen seltenem, häufigem episodischem und chronischem Verlauf unterschieden.

Welche Beschwerden passen typischerweise dazu?

  • Häufig beidseitiger, drückender oder beengender Schmerz
  • Meist leichte bis mittlere Intensität
  • Keine deutliche Verstärkung durch normale körperliche Aktivität wie Gehen oder Treppensteigen
  • Kein Erbrechen und keine ausgeprägte Übelkeit. Bei chronischem Verlauf kann leichte Übelkeit vorkommen. Licht- oder Geräuschempfindlichkeit höchstens einzeln
  • Dauer von etwa 30 Minuten bis zu mehreren Tagen, abhängig von der Unterform

Wie wird der Befund bei CRANOVA festgestellt?

Die Diagnose entsteht aus dem wiederkehrenden Muster und einer unauffälligen neurologischen Untersuchung. Ein Kopfschmerztagebuch hilft, Häufigkeit und Abgrenzung zur Migräne, zu Medikamentenübergebrauch und zu einem Kopfschmerz mit Kieferbezug zu klären. Bildgebung ist nur bei passender Fragestellung oder Warnzeichen erforderlich.

Was bedeutet das für Alltag, Funktion und Prognose?

Seltene Episoden sind oft wenig belastend. Häufige oder chronische Kopfschmerzen können Konzentration, Schlaf und Aktivität erheblich beeinflussen. Eine klare Diagnose und ein Plan für Akutbehandlung und Vorbeugung sind besonders wichtig, wenn Kopfschmerztage zunehmen.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Die aktuelle DGN-Leitlinie verbindet eine passende Akutbehandlung mit nicht medikamentösen Maßnahmen; bei häufigen oder chronischen Verläufen kann eine vorbeugende Therapie hinzukommen. Regelmäßige Ausdaueraktivität, Entspannungsverfahren und verhaltenstherapeutische Strategien können nützlich sein. Eine Kieferbehandlung ist nur dann Bestandteil, wenn zusätzlich eine schmerzhafte TMD nachgewiesen wurde.

Medikamentöse Unterstützung Beschwerden vorübergehend regulieren, immer individuell ärztlich eingeordnet, ohne starre Einnahmepläne.

Es gibt weitere Möglichkeiten. Welche für Sie infrage kommen, besprechen wir gemeinsam im Termin, abhängig von Befund, Beschwerden und Verlauf.

Was kann ich selbst tun?

  • Kopfschmerztage und Medikamententage dokumentieren
  • Regelmäßige Bewegung und kurze Pausen bei langer Bildschirmarbeit einplanen
  • Schlaf und Mahlzeiten möglichst regelmäßig halten
  • Akutmedikamente nicht häufiger als vereinbart verwenden
  • Kieferübungen nur bei einer zusätzlich festgestellten Kieferdiagnose durchführen

Was ist wichtig zu wissen?

Druckempfindliche Kopf- oder Kaumuskeln können vorkommen, beweisen aber keine muskuläre Ursache. Spannungskopfschmerz und Migräne können bei derselben Person auftreten. Der Behandlungserfolg wird für beide Muster getrennt beobachtet.

Wann Sie nicht warten sollten: Ein plötzlich einsetzender stärkster Kopfschmerz oder neue neurologische Ausfälle sind ein Notfall: Rufen Sie sofort den Notruf 112. Starker neuer Kopfschmerz mit Fieber und Nackensteife, ein neuer Kopfschmerz nach einem Unfall oder ein deutlich verändertes Muster gehört noch am selben Tag ärztlich abgeklärt.

Nicht jeder Befund ist behandlungsbedürftig.

Entscheidend sind Ihre Beschwerden, die funktionellen Einschränkungen sowie deren klinische Einordnung, nicht ein Bild allein. Daher ist eine persönliche Untersuchung Voraussetzung für eine Diagnose.

Nicht jeder Befund ist behandlungsbedürftig.

Entscheidend sind Ihre Beschwerden, die funktionellen Einschränkungen sowie deren klinische Einordnung, nicht ein Bild allein. Daher ist eine persönliche Untersuchung Voraussetzung für eine Diagnose.

Quellen und Stand

Auf diese Quellen stützen sich die Aussagen dieser Seite. Eine Klassifikation beschreibt Befunde, sie belegt nicht, dass eine Behandlung wirkt. Die Links führen auf externe Seiten und öffnen sich in einem neuen Fenster.

  1. KlassifikationThe International Classification of Headache Disorders, 3rd editionHeadache Classification Committee of the International Headache Society (IHS) · 2018.Belegt hier: Primäre und sekundäre Kopfschmerzen; keine Therapieevidenz.
  2. S1-LeitlinieDiagnostik und Therapie des Kopfschmerzes vom Spannungstyp. S1-LeitlinieNeeb L et al.; DGN / DMKG · 2023 · Version 6.0, Dezember.Belegt hier: Episodischer und chronischer Spannungskopfschmerz. AWMF 030-077, gültig bis 18.12.2028.
  3. KlassifikationICHD-3: 2. Kopfschmerz vom SpannungstypInternational Headache Society.Belegt hier: Kriterien des Spannungskopfschmerzes.

Stand der Quellenprüfung: 01.10.2026.

Diese Seiten geben allgemeine Informationen zu Befunden und Behandlungen bei CMD und Kieferbeschwerden. Sie ersetzen keine persönliche Untersuchung und keine individuelle ärztliche/zahnärztliche Aufklärung. Alle Abbildungen sind schematisch vereinfacht und zeigen keinen persönlichen Befund. Viele davon wurden mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt. Das ist jeweils am Bild vermerkt.

Diese Seite erklärt einen durch uns erhobenen Befund bzw. eine mit Ihnen besprochene Behandlung. Sie ersetzt keine persönliche Untersuchung und keine individuelle ärztliche/zahnärztliche Aufklärung. Alle Abbildungen sind schematisch vereinfacht und zeigen nicht Ihren persönlichen Befund. Viele davon wurden mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt. Das ist jeweils am Bild vermerkt.